Samstag, 15. Januar 2011

Leitfragen einer mediendidaktischen Analyse

1. Soll Wissen über Funktionen und Aufbau digitaler Medien und Netze und/oder (Probleme der) Inhalte sowie Fertigkeiten im Umgang mit diesen vermittelt werden? Wenn ja, welche?
Merkmale eines optimalen Vorgehens:

  • Vermittlung allgemeiner Fertigkeiten und grundlegender Abläufe (anstatt spezieller Software-Merkmale)
  • Systematisches Vorgehen einüben (statt Versuch-und-Irrtum)
  • Die lernenden werden angeleitet, das eigene Vorgehen zu verbalisieren und zu bewerten.
  • Fehler werden angesprochen und reflektiert.
  • Die Lernenden werden angeleitet, die medialen Botschaften zu reflektieren und zu bewerten.

2. Steht die Nutzung digitaler Medien und Netze zur Vermittlung fachlicher Inhalte im Vordergrund? Wie werden welche Lehrinhalte und -ziele durch den Einsatz des Mediums unterstützt? Folgendes muss dabei beachtet werden:

  • Die Lernenden müssen über die Voraussetzungen im Sinne von (1) verfügen.
  • Wie hoch ist der zeitliche Aufwand der Vorarbeiten/der Vorbereitung der Lernenden, bis die eigentlich fachlichen Inhalte thematisiert werden können? (Aufsuchen eines Raumes, Erläuterungen einer Software etc.)
  • Bei Nutzung vorgefertigter Medien:
    Ist das Medium in der Lage, einen abstrakten Sachverhalt zu veranschaulichen?
    Hilft das Medium bei der Strukturierung komplexer Sachverhalte?
    Vorgefertigte Medien: Regt das Medium zu eigenen oder kooperativen Aktivitäten an?
  • Bei Nutzung der Medien als Kommunikationswerkzeug:
    Unterstützt das Medium zwischenmenschliche Kommunikation im Sinne eines
    wechselseitigen Dialogs und persönlichen Austauschs?
    Wird das Medium genutzt, um gemeinsam mit anderen etwas zu erzeugen oder zu
    bearbeiten?


3. Wird der Aufbau von Medienkompetenz angestrebt? Wenn ja, verfügen die Lernenden über die Voraussetzungen im Sinne von [1]?
Merkmale eines optimalen Vorgehens:

  • Die Lernenden werden angeleitet, ihren Umgang mit Medien zu analysieren und zu reflektieren.
  • Sie werden angeleitet, ihre Informationsbedürfnisse zu artikulieren und entsprechende Strategien anzuwenden.
  • Medienprodukte werden im Hinblick auf inhaltliche, formale und/oder ästhetische Kriterien analysiert.
  • Die gesellschaftlichen Bedingungen der Produktion, Distribution und Wirkung von Medien werden thematisiert.
  • Die Lernenden werden angeleitet, eigene Gefühle, Meinungen oder Interessen mithilfe von Multimedien zu artikulieren.

Quelle: http://mediendidaktik.uni-duisburg-essen.de/system/files/CuU-kerres1-endf.pdf

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